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INDIEN II: mumbai-goa

  
Indien
11. April 2003

INDIEN II: mumbai-goa

6710 km, candolim/goa (INDIA)

nach der anstrengenden, aber sehr lohnenden kuesten-route von mumbai nach sueden hinunter, sind bine und ich nun in candolim am arabischen meer in goa angekommen. beruehmt fuer seine paradisieschichen straende und super wetter geniessen bine und ich nun gerade goa. auch das essen und trinken ist, weil hier tourismus pur, sehr lecker und gut. hier machen wir nichts, ausser baden, in die wellen springen, im schatten liegen, essen und trinken. aber das alles mit vollem genuss.

gerade der anfang war schwer fuer uns. ans klima mussten wir uns erst gewoehnen, heisses, sonniges wetter mit hoher luftfeuchtigkeit bringt einem schon im ruhen ins schwitzen, aber erst beim radeln!! so schuetteten wir uns literweise fluessigkeiten in uns hinein, aber trotzdem hatten bine und ich trotzdem dauernd durst und fuehlten uns ausgetrocknet. dazu kam noch ein umstand, den ich schon vom ersten indienbesuch 1997 kannte und fuerchtete - das essen. ich hab das scharfe essen einfach satt, und kriege es bei hitze und schwuele erst recht nicht runter. so verspuerte ich immer ein latentes hungergefuehl bei gleichzeitiger appetitlosigkeit. und die kraft schwindet...

abgesehen von unguenstiger, koerperlicher verfassung war die strecke auch sehr schwierig. andauernd steigungen in den heissen bergen der western ghats. das hat uns grosse anstrengungen gekostet. aus all diesen gruenden sind wir nur so 50-70 km am tag geradelt.

aber wie gesagt - es hat sich gelohnt! teilweise super abschnitte direkt an der kueste, mit weissen, unberuehrten, kokospalmen gesaumten straenden. zugegebenermassen waren diese aber eher rar gesaeht. der grosse teil der route verlief in den bergen, und das meer ward oft gar nicht gesehen. dafuer aber eine tolle flora und fauna. vor allem viele exotische voegel, aber auch silberreiher in massen wie in wien die tauben. und einige affenpopulationen haben wir aufgeschaeucht. da muss man aber auch aufpassen, die zeigen naemlich hin und wieder auch agressives verhalten. und zahlreich pflanzen und blueten in allen farben - und das obwohl wir uns momentan am ende der trockenzeit befinden. fuer biologen ist indien ein paradies.

ausserdem ist die ecke hier fuer indische verhaeltnisse sehr ruhig. kleine asfaltierte, aber oft sehr holprig und schlecht, strasserln fuehrten uns durch kleine doerfer. ruhig und sehr urspruenglich. meist im schatten vieler kokospalmen platziert, wirken diese orte sehr gemuetlich und paradiesisch. zumindest von aussen...

da zahlreiche fluesse aus den western ghats kommend ins arabische meer fliessen, war die strecke oft unterbrochen. bruecken gibts fast keine hier. die hauptstrecke verlauft so 100 km weiter im landesinneren an dem NH (national highway) 17 entlang. daher sind wir oft mit faehren gefahren. kein offiziellen faehren, sonder kleine boote, die die verbindung mit den nachbarsorten aufrecht erhalten. mit kleinem motor, oder aber meist einfach einbaueme, die uns aufs andere ufer brachten. da lernten wir auch die unsymphatische seite der inder kennen, wie ich es auch 97 tat. gnadenlos und unverschaemt abzocken. nicht leicht bis mittel ueberteuerte preise wie in den arabischen laendern, wo man mit einem laecheln und etwas handeln einen halbwegs normalen preis rausschlagen konnte. hier wird versucht einem das 10-fache aus der tasche zu ziehen. und alle anderen inder, passagiere etc. helfen mit. da gibts keine solidaritaet oder hilfeleistung...

ueberhaupt, mit den indern ists nicht leicht. wir lernen sie meist als schweigende, starrende menge kennen. ohne aktiver anteilnahme oder hilfe. ausserdem sagen sie immer 'ja', egal was wir fragen und ob sies verstanden haben. andere reiseradler fragten probehalber mal ob es hier denn nach paris oder sonstwo hingeht. natuerlich...

nun gehts mit dem zug wieder hinauf nach pune, einer grossen stadt bei mumbai, denn unsere reiseroute geht eigentlich ja in die noerdliche richtung. aufgrund eines tipps eines schweitzer radlers urs, und weil wir gerne nach goa wollten, haben wir uns fuer diesen abstecher entschieden. es war schoen!
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